
Ostersonntag in Vielbrunn
Die Osternacht ist eine besondere Nacht. Auf der Homepage „Kirchenjahr evangelisch“ heißt es: „Aus dem Dunkel ins Licht. Wenn am Ostermorgen die Sonne aufgeht und das Evangelium von der Auferstehung erklingt, hat die Nacht ein Ende. Es wird hell: Christus ist auferstanden!“
Und genauso feierte die evangl.-luth. Kirchengemeinde Vielbrunn mit Kimbach ihren Osternachtgottesdienst.
Die Rund 45 Gottesdienstbesucher machten sich um 5:00 Uhr in der Früh auf den Weg durch das dunkle Vielbrunn zur evangelischen Laurentiuskirche. Die der Weg zur Kirche und der Kircheneingang, wurden durch Laternen erleuchtet, sonst war es dunkel. Auch der Gottesdienst starteten in der dunklen Kirche, nur ein paar einzelne Kerzen der Leser erhellten das Kirchenschiff. Der Gottesdienst führte von der Schöpfung, über Noah und Mose zu Jesus, zu seinem Leben, seinem Leiden und schließlich zu seinem Tod.
Und dann… dann kam das Licht in Form der neuen Osterkerze in den Gottesdienst. Wie schon seit vielen Jahren, wurde die Osterkerze von einer Vertreterin der kath. Kirchengemeinde Vielbrunn hereingetragen. Anschließend wurde das Osterlicht der Osterkerze an alle Besucher weitergegeben. Jeder Gottesdienstbesucher hatte nun eine kleine Osterkerze mit dem Osterlicht. Das Ende des Gottesdienstes markierte der gemeinsame Gang zum Osterfeuer, wo auch das Vaterunser und der Segen gesprochen wurden. Mit dem Gruß „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“ und unter Glockengeläut folgten alle Gottesdienstbesucher der Einladung zum gemeinsamen Osterfrühstück. Hier gilt es einmal mehr Danke zu sagen. Danke an alle, die gelesen haben, Danke an alle, welche das Frühstück und den Saal vorbereitet haben, die Osterkerze gestalteten, danke an alle, welche sich um das Osterfeuer kümmerten und Danke an alle, welche den Weg um 5:00 Uhr auf sich genommen haben, um diesen besonderen Gottesdienst mitzufeiern.
Zum Festgottesdienst am Ostersonntag Abend kamen gut 60 Personen in die Laurentiuskirche. Pfarrerin Peiper gestaltete gemeinsam mit dem evangl. Kirchenchor den Gottesdienst. Mit positiven Gedanken und der frohen Osterbotschaft „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!“, konnte Pfarrerin Peiper die Gottesdienstbesucher in den Grundgedanken von Ostern mitnehmen. Der Kirchenchor unterstützte dies mit seinen passenden Liedern. Das gemeinsame Abendmahl bildete den Abschluss des Osterfestgottesdienstes.
Egal, ob man beide oder einen der Gottesdienste am Ostersonntag besucht hatte, jeder nahm für sich die freimachende Botschaft „Der Herr ist auferstanden! Halleluja!“ mit nach Hause. Denn die Auferstehung symbolisiert den Sieg des Lebens über den Tod, die Hoffnung, den Neuanfang und die Erlösung von unseren Sünden. So gestärkt konnten alle mit einem positiveren Blick in die Zukunft nach Hause gehen.






Gründonnerstags-gottesdienst
Am Gründonnerstag trafen sich über 50 Personen im Dietrich-Bonhoeffer-Haus um gemeinsam mit Pfarrerin Kerstin Peiper und dem Flöten-Treff den Gottesdienst zu Gründonnerstag zu feiern.
Im Zentrum des Gottesdienstes stand die Erinnerung an das „letzte Abendmahl“, welches Jesus mit seinen Jüngern in der Nacht, als er verraten wurde, gefeiert hatte.
Pfarrerin Peiper setzte mit Gedanken zu Gründonnerstag bewusste Akzente, welche alle Gottesdienstbesucher zum Nachdenken und zur inneren Einkehr anregten.
Der Flöten-Treff führte die Besucher mit verschiedenen musikalischen Stücken zu Beginn, während des Abendmahls und zum Ende des Gottesdienstes, sowie als Begleitung der Lieder durch den Gottesdienst.
Höhepunkt des Gottesdienstes war die gemeinsame Feier des Abendmahls. In diesem Jahr gab jeder Besucher seinem Nachbarn die selbstgebackene Hostie mit den Worten „der Leib Christi für dich gegeben“ weiter. Anschließend gab jeder Besucher seinem Sitznachbarn einen Einzelkelch mit den Worten „Christi Blut für dich vergossen“. Beendet wurde das gemeinsame Abendmahl mit dem Friedensgruß.
Traditionell gibt es im Anschluss an den Gottesdienst das „grüne Soße Essen“. Auch in diesem Jahr brachten viele wieder ihre Variante von „grüner Soße“ mit. Alle grünen Soßen wurden als Buffet aufgebaut. Jeder konnte sich bedienen und neue Rezepte ausprobieren. Dazu gab es gekochte Pellkartoffeln.
Die evangl.-luth. Kirchengemeinde Vielbrunn mit Kimbach bedankt sich hiermit sehr herzlich bei allen, welche „grüne Soße“ mitgebracht haben. Außerdem gilt der Dank Fam. Selzer, welche auch in diesem Jahr die Hostien für den Gründonnerstaggottesdienst gebacken hatten, sowie Fam. Markus Laudenberger, da sie die Kartoffeln für das „Grüne Soße Essen“ gespendet hatten. Nicht zuletzt gilt der Dank der Kirchengemeinde alle Helfern, welche vor, während und nach dem Gottesdienst durch ihren Einsatz diesen schönen Abend erst möglich machten. Herzlichen Dank an alle!





Weltgebetstag 2026 in Vielbrunn
Am 08.03. feierte die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Vielbrunn mit Kimbach den Weltgebetstag. Dieses Jahr hatten christliche Frauen aus Nigeria den Weltgebetstag vorbereitet. Er stand unter dem Motto „Kommt! Bringt Eure Last.“
Das Eventgottesdienst-Team wurde von Gemeindemitgliedern und Konfirmandinnen und Konfirmanden unterstützt. Gemeinsam feierten sie mit rund 40 Besuchern den Weltgebetstag-Gottesdienst.
Gleich zu Beginn des Gottesdienstes wurde das Land vorgestellt. Die Unterschiede zu Deutschland waren zwar sofort erkennbar und doch ist Nigeria mit seinen Nationalparks und seiner Kultur ein beeindruckendes Land. Deutlich wurde hierbei auch, dass die Einwohner zwischen zwei Religionen leben. Das Christentum und der Islam sind die prägenden Religionen. Leider hat sich eine Gruppe von Menschen radikalisiert und versucht mit Gewalt und Terror die Bevölkerung zum Islam zu bekehren. Diese Gruppe ist als „Boko Haram“ bekannt. Auch leiden die Einwohner oft unter der schlechten Infrastruktur, deutlich erkennbar an sauberem Trinkwasser, welches nicht für alle Menschen zugänglich ist.
„Komm her zu mir und leg deine Last ab“. Diesen Satz aus dem Matthäus Evangelium war daher auch die Grundlage für die Frauen aus Nigeria. Jeder Gottesdienstbesucher legte symbolischen einen Stein auf den Altar an das Kreuz und gab somit seine Last und seine Sorgen an Jesus ab. Die Menschen in Nigeria geben die Hoffnung ebenfalls nicht auf. Sie wissen sich aufgehoben bei Gott und seinem Sohn Jesus Christus. Dies lässt sie immer wieder Kraft schöpfen um weiterzumachen. Diese Erkenntnis nahmen die Gottesdienstbesucher mit nach Hause. Wir sind getragen und aufgehoben bei Gott. Daher gehen wir mit Glauben, Hoffnung und Liebe in die Welt, um für andere ein Zeichen der Hoffnung zu sein.
Verschiedene Menschen aus der Kirchengemeinde kochten und backten traditionelle Gerichte aus Nigeria, welche im Anschluss an den Gottesdienst gemeinsam gegessen wurde.



Christvesper mit Krippenspiel in Vielbrunn
Die evang.-luth. Kirchengemeinde Vielbrunn mit Kimbach hatte am 24.12.2025 um 17:00 Uhr wieder ihren traditionellen Gottesdienst mit Krippenspiel.
Das Kindergottesdienst-Team und 23 Kinder aus Vielbrunn und Kimbach gestalteten gemeinsam mit Prädikantin Ute Karl den Gottesdienst.
Rund 250 Gäste konnte die Kirchengemeinde in der ev. Laurentiuskirche in Vielbrunn begrüßen.
Frau Karl führte mit Gebeten, Liedern und Gedanken die Gottesdienstbesucher durch diesen kurzweiligen Gottesdienst.
Das Krippenspiel bildete auch in diesem Jahr wieder das zentrale Element der Christvesper.
Das, von dem Kindergottesdienst-Team selbst geschriebene Krippenspiel, hatte in diesem Jahr den römischen Boten als zentrale Figur. Der Bote traf bei seiner Arbeit immer wieder Menschen, welche die römischen Besatzer nicht leiden konnten und auch nicht begeistert von der Volkszählung waren. Aber, sie warteten auf ihren Retter, den Messias, Gottes Sohn. Der Bote verstand nicht, wer dieser Messias sein sollte. Die Hirten erzählten ihm, dass der Retter, Gottes Sohn nun geboren sei. Engel hatten ihnen auf dem Feld davon erzählt. Sie erzählten es auch allen Menschen denen sie begegneten. Am Ende fanden alle den Weg zur Krippe. Nur der Bote, der war nicht völlig überzeugt, dass Gottes Sohn, der Retter geboren sei. Dies verstand er erst 33 Jahre später…
Zum Abschluss des Krippenspiels, sangen die Kinder gemeinsam das Lied „Freut Euch, der Retter ist da“.
Anschließend rundete Frau Karl mit Ihrer Predigt das Krippenspiel ab.
Während des traditionsreichen Liedes „Oh du fröhliche“, zogen die Kinder des Krippenspiels und das Kindergottesdienst-Team aus dem Gottesdienst aus. Für das Team und die Kinder ist klar, nächstes Jahr gibt es wieder ein Krippenspiel.

Gottesdienst – Matinee zum 1. Advent in Vielbrunn
Dieses Jahr startete die evang.-luth. Kirchengemeinde Vielbrunn mit Kimbach mit einem besonderen Gottesdienst in die Adventszeit.
Jan Heidrich führte durch die Gottesdienst-Matinee und verband alle Lieder der Mitwirkenden zu einem besonderen und besinnlichen Gottesdienst. Die Vielbrunner Blasmusik, der evangelische Kirchenchor, der Flöten-Treff der Kirchengemeinde und die Organistin spielten abwechselnd verschiedene Musikstücke und nahmen auf einzigartige Weise die zahlreichen Gottesdienstbesucher mit in die vorweihnachtliche Adventszeit.
Altbekannte Lieder wie „Tochter Zion“, „Macht hoch die Tür“ oder „Es kommt ein Schiff geladen“ begeisterten die Gottesdienstbesucher genauso, wie neuere oder unbekanntere Stücke, so z.B. „Es wird Ernst o Menschenkind“, „Preis und Anbetung“ und „Lieber guter Nikolaus“.
Die Kinder der Flötenanfänger wagten auch ein Stück zum Besten zu geben. Dies führte zu einem Extra-Applaus und dem Wusch, dass die Kinder weiterhin Spaß am Flötespielen haben.
Nach dem „Vater unser“ und dem Segen wurden die Gottesdienstbesucher schwungvoll verabschiedet mit dem Lied „Mary`s Boy Child“. Die Gottesdienstbesucher waren sich einig, dass dies nicht der letzte Matinee-Gottesdienst im Advent bleiben soll.

Reformation im Kindergottesdienst
Vier Sonntage lang beschäftigten sich die Kinder und die Mitarbeiter der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Vielbrunn mit Kimbach im Kindergottesdienst mit Martin Luther.
Wer war er, was hat er gemacht, warum feiern wir Reformationstag?
Als erstes befassten sich die Kinder mit der Kindheit von Martin Luther. Er wurde in Angst vor Gott erzogen. Wer sich falsch verhält, wird zur ewigen Verdammnis verurteilt. Martin hatte aber Glück, dass sein Vater Geld hatte und er in die Schule gehen durfte. Auf dem Weg zurück zur Universität kam Martin in ein Gewitter und versprach Gott Mönch zu werden, wenn er überlebt. Er überlebte und trat in das Kloster ein. Zur Vertiefung und Verdeutlichung bastelten die Kinder eine „Gewitterwolken-Lampe“.
Am zweiten Sonntag ging die Lebensreise weiter. Die Kinder erfuhren, dass Martin bis nach Rom reisen durfte. Dort kroch er die sogenannte heilige Treppe am Lateranpalast auf Knien hinauf und betete auf jeder Stufe ein Vaterunser für seinen Großvater, um seine Zeit im Fegefeuer zu verkürzen. Auch besuchte er die Orte mit den Reliquien. Als Martin zurück ins Kloster kam, war er verändert. In Rom lebte der Papst, der Chef der Kirche. Daher bastelten die Kinder eine Papstkrone mit „Edelsteinen“ verziert.
Am dritten Sonntag entdeckten die Kinder mit Martin Luther gemeinsam, dass das Handeln der kath. Kirche und die Worte in der Bibel nicht übereinstimmen. Jesus lehrt uns Freundlichkeit und Nächstenliebe. Die Liebe Gottes und die Gnade Gottes ist nicht zu erkaufen. Daher schrieb Martin alles in 95 Thesen auf und schlug sie an die Kirchentür in Wittenberg, wo er als Priester tätig war. Dank des neuerfundenen Buchdrucks, wurden die Thesen vervielfältigt und verteilt. Viele konnten sie nun lesen. Dies gefiel weder den Bischöfen, noch den Kardinälen, noch dem Papst. Die Kinder bastelten eine Kirche, an dieser die 95 Thesen angeschlagen wurden. Möglich war auch, ein Bild mit dem Thesenanschlag auszumalen.
Am letzten Sonntag erfuhren die Kinder, dass Martin nach der Gerichtsverhandlung verurteilt wurde und auf dem Rückweg nach Hause entführt wurde. Er kam auf die Wartburg, weil Kurfürst Friedrich ihn rettete. Dort übersetzte er die Bibel ins Deutsche. Nun konnte jeder selbst die Bibel lesen. Martin schrieb noch viele andere Texte. Seine Ideen verbreiteten sich und er bekam großen Zuspruch. Am Ende war die Bewegung nicht mehr aufzuhalten und die Religion spaltete sich in zwei Bereiche: die römisch-katholische Kirche und die Evangelische Kirche. Mit den Kindern bastelten wir en Bibel-Schatz-Buch. Die Bibel ist unser Schatz und in dieses gebastelte Buch können die Kinder ihre Schätze (Ketten, Ringe, Flummis…) hineinlegen.
Am Ende konnten alle Fragen beantwortet werden.
Jeder der möchte, kann sich in der evangelisch-lutherischen Kirche in Vielbrunn ansehen, was die Kinder erarbeitet und gebastelt haben. Die Kirche ist jeden Tag geöffnet.
